Bund fördert den Einbau von Sicherheitstechnik

 Eine gute Nachricht für Hauseigentümer, Mieter und die Sicherheit

Über 150.000 Einbrüche pro Jahr in Deutschland sind ein trauriger Höhepunkt. Jetzt reagierte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags und legte ein neues Förderprogramm auf. Hauseigentümer werden bei der Einbruchsicherung finanziell unterstützt, und zwar mit 10 Prozent des Auftragswertes bzw. maximal 1.500 Euro.

 

Seit 19. November 2015 können Sie im Rahmen des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) eine eingeständige Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen beantragen. Maßnahmen für altersgerechten Umbau (Barrierereduzierung) und Einbruchschutz sind dabei frei kombinierbar.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Haus- und Wohneingangstüren der Widerstandsklasse RC 2, DIN EN 1627, oder besser (max. U-Wert = 1,3 W/m2K, wenn Tür in thermischer Gebäudehülle eingebunden)
  • Tür-Nachrüstungen nach DIN 18104 Teil 1 oder Teil 2
  • Mehrfachverriegelungssysteme mit Sperrbügelfunktion nach DIN 18251, Klasse 3 oder besser
  • Einsteckschlösser nach DIN 18251, Klasse 4 oder besser
  • Schutzbeschläge nach DIN 18257 ab Klasse ES 1
  • Verglasung ab P4A nach DIN EN 356
  • Fenster/Fenstertür-Nachrüstungen nach DIN 18104 Teil 1 oder Teil 2
  • Gitter der Widerstandsklasse RC 2, DIN EN 1627, oder besser
  • Rollläden der Widerstandsklasse RC 2, DIN EN 1627, oder besser
  • Einbruch- und Überfallmeldung, DIN EN 50131, Grad 2 oder besser
  • Türspione
  • Bild-Gegensprechanlagen z. B. mittels Videotechnik, baugebundene Not- und Rufsysteme, Bewegungsmelder, Anwesenheits- und erweiterte Präsenzmelder, Türkommunikation, Beleuchtung, elektronische Antriebssysteme für Rollläden
  • Nebenarbeiten: Maßnahmen zur ergänzenden Beschriftung, z. B. mit Braille- oder Reliefschrift, taktile Mar-kierungen an Handläufen an Treppenan- und austritten / Markierungen zur tastbaren Orientierung / Maler-, Putz- oder Estricharbeiten / notwendige Folgearbeiten an angrenzenden Bauteilen / Elektroarbeiten, z. B. Verlegung von Steckdosen und Einbau zusätzlicher Steckdosen

Zuschuss für Einbruchschutzmaßnahmen: Für Einzelmaßnahmen beträgt die Höhe des Zuschusses 20 % auf die ersten 1.000 Euro der förderfähigen Investitionskosten einschließlich bestimmter Nebenkosten sowie 10% auf jeden weiteren Euro pro Antrag. Es müssen mindestens 500 Euro investiert – maximal werden förderfähige Investitionskosten von 15.000 Euro pro Wohneinheit bezuschusst. Einen neuen Antrag für andere Maßnahmen am gleichen Gebäude kann frühestens 12 Monate nach dem letzten Zusagedatum gestellt werden.

Ansprechpartner – Zuschuss: Ansprechpartner ist das KfW-Infocenter, erreichbar unter der Telefonnummer 0800 53 99 002. Der Zuschuss ist über das KfW-Zuschussportal https://public.kfw.de/zuschussportal-web zu stellen.

Kredit: Die genannten förderfähigen Maßnahmen werden alternativ über ein Darlehen gefördert. Die Darlehenshöhe beträgt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit.

Ansprechpartner – Kredit: Persönliche Beratung bieten die Finanzierungspartner der KfW. Dies ist in vielen Fällen die Hausbank.

Wichtige Hinweise:

  • Der Antrag auf Fördermittel muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
  • Die Arbeiten sind durch ein Fachunternehmen auszuführen.
  • Die KfW-Zuschuss-Förderung ist nicht kombinierbar mit einer steuerlichen Förderung gemäß § 35 a Abs. 3 EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen).
  • Einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren werden ausschließlich in den Produkten Energieeffizient Sanieren – Kredit (Nr. 151/152) oder Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (Nr. 430) gefördert.

Detaillierte Informationen zu den KfW-Förderprogrammen – von Besonderheiten für Mieter bis zum fristge-rechten Nachweis der Vorhabensdurchführung – sind auf der KfW-Homepage einsehbar: www.kfw.de/einbruchschutz

Stand: 22.09.2017

 

 

Weitere Informationen von der KfW zum Download):

kfw455